Gender Equality

SDG 5: Vielfalt braucht Chancengleichheit

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung ist weiblich. Doch nach wie vor bleibt Frauen in vielen Ländern der gleichberechtigte Zugang zur Bildung und damit zur qualifizierten Berufstätigkeit verwehrt. Hinzu kommt: Selbst dort, wo der Frauenanteil unter den Absolventen steigt, spiegelt sich diese Entwicklung nicht in der Besetzung der Führungspositionen wider. Mit seiner Diversity-Initiative unterstützt Bosch eine Kultur der Vielfalt und Wertschätzung, in der Karriere unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft möglich ist.

„Vielfalt ist unser Vorteil“ – mit dieser Idee engagiert sich Bosch seit 2011 explizit für die enge Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven. Dazu gehört auch, mehr Frauen für technische Fach- und Führungspositionen zu gewinnen: Bosch bekennt sich zur Fairness beim Gehalt (Equal Pay) und bietet spezielle Mentoring-Programme an. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen regelmäßig an Veranstaltungen wie dem Girls’ Day oder dem Girls’ Campus. Unternehmensweites Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. 

 

Netzwerke fördern

Vor diesem Hintergrund fanden an den türkischen Bosch-Standorten in Istanbul und Bursa gleich zwei Veranstaltungen speziell für Frauen statt. Unter dem Motto „Women Build the Future“ nutzten jeweils 20 Studentinnen der Ingenieurswissenschaften die Möglichkeit, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Technologieunternehmens zu werfen und Fallstudien zu bearbeiten. Weibliche Führungskräfte standen dabei als Mentoren und Ansprechpartner zu den Karriereperspektiven bei Bosch zur Verfügung. Den internen Austausch über Vielfaltsthemen fördert Bosch zudem über seine internationalen Mitarbeiternetzwerke, darunter women@bosch, family@bosch oder das Türkische Forum Bosch.

 

Flexibel arbeiten

Darüber hinaus legt Bosch besonderen Wert auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. In seinen „Leitlinien für eine flexible und familienbewusste Arbeitskultur“ bekennt sich das Unternehmen unter anderem dazu, mobiles Arbeiten zu fördern und eine Führungskultur zu schaffen, in der Ergebnisse statt Präsenz am Arbeitsplatz im Mittelpunkt stehen. Viele Bosch-Länder haben die zunächst in Deutschland eingeführten Leitlinien inzwischen vollständig oder in adaptierter Form übernommen. Mit dem Ziel, mehr Flexibilität für berufstätige Mütter und Väter zu schaffen, eröffnete am brasilianischen Standort Curitiba im Februar 2016 der erste Betriebskindergarten in Lateinamerika: Das „Kinderhaus“ bietet 100 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Zugleich versteht sich die Einrichtung als Bildungsangebot. Bereits die Kleinsten erhalten eine altersgerechte Förderung, zu der unter anderem der spielerische Umgang mit der englischen Sprache gehört.

 

Arbeitsplatz teilen – mit dem JobConnector

In Deutschland hat Bosch mit dem „JobConnector“ eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die bei der Organisation flexibler Arbeitszeitmodelle unterstützt. Die Suchmaschine bringt Mitarbeiter zusammen, die sich ihren Arbeitsplatz via Jobsharing oder Teilzeit mit einem Kollegen teilen möchten. Bereits sechs Monate nach dem Start hatten sich rund 250 Mitarbeiter registriert und untereinander vernetzt. Für das Angebot erhielt Bosch im Dezember den „Human Resources Excellence Award 2016“ in der Kategorie „Best Use of Technology“. Veranstalter des Preises sind der HR-Dienstleister Quadriga Media Berlin und die Fachzeitschrift „Human Resources Manager“.