Good health

SDG 3: Gesünder leben und arbeiten

Schwere Krankheiten, mangelnde Hygiene, Unfälle im Straßenverkehr – nur drei von zahlreichen Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen weltweit. Mit gemeinnützigem Engagement, Innovationen für mehr Sicherheit auf den Straßen und großem Augenmerk auf Arbeitsschutz fördert Bosch Gesundheit auf vielfältige Weise.

Die Zahl der Krebskranken steigt stetig. Bis 2025 rechnet die Weltgesundheitsorganisation damit, dass rund 20 Millionen Menschen jährlich an Krebs neu erkranken. Bosch geht diese Herausforderung seit Sommer 2016 im engen Schulterschluss mit der Robert Bosch Stiftung und dem Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) an. Gemeinsam wurden mehrere Initiativen gestartet. 

Zentraler Baustein ist das neu gegründete Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) in Stuttgart in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Es wird Teil des RBK und verstärkt dessen Aktivitäten in der Krebsforschung. Ziel ist es, Erkrankte individuell und optimal zu behandeln. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt das Projekt mit 24 Millionen Euro bis zum Jahr 2020. Die Geldmittel fließen in den Aufbau eines Studienzentrums, die Erweiterung des medizinischen Leitungsteams und zwei Stiftungsprofessuren. Zudem unterstützt die Robert Bosch GmbH an Krebs erkrankte Mitarbeiter zunächst in Deutschland: Mit dem Programm „OncoCure“, in das jährlich eine Million Euro fließen, erhalten diese den Zugang zu Diagnosemöglichkeiten des RBK und des DKFZ. 

Für den Kampf gegen Krebs schnürten im italienischen Bari am 22. Mai zudem 200 Bosch-Mitarbeiter die Sportschuhe: Sie liefen beim „Race for the Cure“ einen Marathon für die Krebshilfsorganisation Susan G. Komen.

 

Mobilität sicherer machen

Bis 2020 will die UN die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2013 halbieren, als 1,25 Millionen Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr starben. Um dieses Ziel zu unterstützen, ist Bosch präventiv aktiv. Auf dem ITS World Congress 2016 in Melbourne präsentierte der Geschäftsbereich Chassis Systems Control von Bosch Australien ein voll automatisiertes Testauto, das Fahren nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer macht. Zum Einsatz kommt das moderne System HMI (Human Machine Interface). Teil dessen ist eine Innenraumkamera, die den Fahrer bei zu lange geschlossenen Augen vor dem Einschlafen warnt. Zudem behält das System im automatisierten Modus das Verkehrsgeschehen mit seinen Sensoren pausenlos 360 Grad im Blick. Die Sensoren und Informationssysteme arbeiten auch im manuellen Fahrmodus und erfassen dank Funkverbindung besonders frühzeitig die Aktivitäten anderer Verkehrsteilnehmer. Das ist besonders bei Motorrädern wichtig, die leicht übersehen werden. Auf diesem Projekt liegt besondere politische Aufmerksamkeit, da in Australien 90 Prozent aller Unfälle durch menschliches Versagen verursacht werden. Die Transport Accident Commission (TAC) und der Bundesstaat Victoria stellen zusätzliche Mittel bereit, um das Auto schnell auf die Straße zu bringen und das Ziel der „Null-Unfälle“ in Victoria zu erreichen. 

In Deutschland testet Bosch gemeinsam mit Nokia und der Deutschen Telekom lokale Clouds für eine schnelle Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation. Über die bessere Vernetzung können Informationen, die über das Sichtfeld der Verkehrsteilnehmer und der Fahrzeuge hinausgehen, rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden.

Für den Fall, dass es doch einmal zu einem Unfall kommt, hat Bosch ebenfalls Lösungen parat: In Ungarn stattete Bosch Notfallzentren mit einer Software aus und schulte 600 Feuerwehrmänner. Innerhalb von Sekunden erhalten die Fachkräfte den technischen Querschnitt von Fahrzeugen und wertvolle Hinweise auf die Lage der Autobatterie. Die Batterie ausfindig zu machen und Insassen vor einem Stromschlag zu bewahren, ist einer der wichtigsten ersten Handgriffe der Notfallkräfte.

 

Arbeiten sicherer machen

2016 startete Bosch weltweit die Initiative „Safety Basics“. Sicherheitsexperten entwickelten sechs einprägsame Grundsätze (siehe Infobox unten), die Mitarbeitern und Führungskräften im Alltag helfen sollen, Unfälle weiter zu reduzieren. Leitsatz eins, „Sicherheit ist die Grundlage unserer Arbeit“, zeigt zum Beispiel, dass das Thema bei allen Prozessen im Mittelpunkt stehen muss. Leitsatz vier, „Wir achten aufeinander“, soll den Beschäftigten verdeutlichen, dass nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der Kollegen schützenswert ist. Die sechs Regeln sind in die bisherigen Arbeitsschutzmaßnahmen von Bosch eingebettet und ergänzen diese: Maßgabe ist, Sicherheit als Bestandteil der Führungskultur täglich zu leben, sie in Standardprozesse einzubinden, auch Beinahe-Unfälle sorgfältig zu analysieren und Gelerntes mit den Kollegen zu teilen. Den Standorten stand frei, wie sie die „Safety Basics“ umsetzen – mit kreativen Ergebnissen: Das Werk Moulins in Frankreich drehte ein Video, um die Leitsätze zu veranschaulichen. Am indischen Standort Jaipur fand im März ein Informationstag zum Thema Sicherheit statt, an dem die Maschinen stillstanden und der nicht nur für Beschäftigte, sondern auch für deren Familien durchgeführt wurde. Die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Automotive Electronics in Deutschland unterstützten die Initiative mit einer augenzwinkernden Posterkampagne mit Tiermotiven. Und der Geschäftsbereich Chassis Systems Control in China arbeitet mit einem 360-Grad-Ansatz: An allen Standorten wurde ein Steuerungskomitee gegründet, das sich ausschließlich dem Arbeitsschutz widmet. In Seminaren lernten die Führungskräfte, eine Vorbildrolle einzunehmen und Mitarbeiter für das Thema zu begeistern. Zudem rückt Sicherheit bei jedem Meeting auf Tagesordnungspunkt eins und ist Teil jeder Begehung.

Sein Wissen zum Arbeitsschutz gibt Bosch auch weiter: In den USA schlossen im vergangenen Jahr 175 Studenten des Vocational Career Technology Centers in South Carolina ein Sicherheitstraining ab. In Kooperation mit der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) gaben Bosch-Mitarbeiter vom Standort Anderson Einblicke in die hausinternen Sicherheitsnormen. Die Sicherheitsexperten machten die Studenten vor allem fit im Hinblick auf die Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen – der Schlüssel, um Risiken für Mitarbeiter zu reduzieren. 

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Die Bosch Safety Basics


Sicherheit ist die Grundlage unserer Arbeit.

Ihre Sicherheit ist mir als Führungskraft wichtig.

Wir sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld für alle.

Wir achten aufeinander.

Wir reden offen über Sicherheit.

Wir handeln konsequent.