SDG 9: Gelebte Verbesserung

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, sinkender Ressourcenverbrauch, Teilhabe an gesellschaftlichem Wohlstand – diese globalen Nachhaltigkeitsziele sind in hohem Maße von der Innovationskraft der Wirtschaft abhängig. Bei Bosch hat das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung einen Namen: CIP. 

Bestehendes hinterfragen und das eigene Tun transparent machen. Aufmerksam zuhören, Feedback annehmen und daraus lernen. Diese Verhaltensweisen sind bei Bosch fester Bestandteil des sogenannten „Continuous Improvement Process“, kurz: CIP. Dahinter verbirgt sich eine Haltung, die kontinuierliche Verbesserung zum Maßstab für zukunftsorientiertes Handeln erhebt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von CIP veranstaltete das Unternehmen im Juni die „CIP Global Improvement Conference“, bei der eines deutlich wurde: Veränderungsbereitschaft ist unverzichtbar in einer Gesellschaft, die sich schneller und unvorhersehbarer wandelt denn je. 

 

Ideen am laufenden Band

Wie CIP in der Praxis wirkt, zeigt sich am Bosch-Produktionsstandort im US-amerikanischen Charleston, South Carolina. Um möglichst viele Ideen zu entwickeln, kann jeder Mitarbeiter Vorschläge zur Verbesserung von Produkten, Prozessen oder Arbeitsbedingungen an das zentrale Teamboard heften. In Anlehnung an die japanische „Kaizen“-Methode durchläuft die Idee dann einen strukturierten Ablauf, der binnen maximal 30 Tagen in einen Umsetzungsvorschlag mündet. Die Transparenz und das damit verbundene Bonussystem für umgesetzte Neuerungen haben in Charleston den Blick für kontinuierliche Verbesserungen geschärft. 

 

Lernende Netzwerke 

Nachhaltig bessere Ergebnisse erzielen will auch das CIP-Netzwerk in Lateinamerika. 22 CIP-Koordinatoren aus sieben Bosch-Ländern haben sich zusammengeschlossen, um eine Kultur des stetigen Wandels und der Agilität in der Organisation voranzutreiben. Das Netzwerk teilt Best Practices und sorgt in dieser Hinsicht für einen systematischen Austausch zwischen einzelnen Geschäftsbereichen und Standorten. Darüber hinaus beschäftigt es sich mit innovativen Arbeitsmethoden wie dem aus der Software-Entwicklung stammenden Scrum-Verfahren und bietet diverse Mitarbeitertrainings an. Sukzessive soll CIP dadurch zu einer Art Wissensplattform werden, deren Mitglieder sich selbstständig untereinander vernetzen und austauschen.

 

Durch Verbesserungsideen von 
Mitarbeitern 
hat Bosch 2016 rund 
150 Millionen Euro eingespart.

 

 

Ähnliches passierte im Rahmen des CIP-Jubiläums bereits via Intranet: 25 Wochen lang teilte die internationale CIP-Community Best Practices aus der ganzen Welt und Skype Interviews, in denen Führungsgrößen über Divisionen, Regionen und Hierarchie hinweg ihr Verständnis von CIP und der Bedeutung einer kontinuierlichen Verbesserung darlegten. Auf diese Weise entstand ein aktiver Austausch darüber, wie CIP im Unternehmen bereits gelebt wird – und künftig gelebt werden könnte.

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So fördert Bosch Verbesserungen und Ideen:

Cleverle-Award: 
Der Bosch-interne Preis zeichnet jährlich den ideenreichsten Standort aus. Die Bewertung berücksichtigt den Anteil der Mitarbeiter, die Vorschläge einreichen, die Anzahl der umgesetzten Vorschläge und den finanziellen Nutzen, der erzielt wurde. Gewinner 2016: die deutschen Bosch-Werke Ansbach, Arnstadt und Salzgitter sowie die amerikanischen Standorte in Bethlehem, Anderson und Charleston.  


Disruption Discovery Teams: 
Internationale Teams aus je sechs Mitarbeitern arbeiteten zwei Monate lang an Ideen, die über die klassischen Geschäftsmodelle von Bosch hinausgehen und die Innovationskraft des Unternehmens stärken. 


Improvement Day: 
Der deutsche Bosch-Standort Schwieberdingen lud alle Mitarbeiter und die umliegenden Standorte dazu ein, sich einen Tag lang intensiv mit Verbesserung zu beschäftigen – inklusive Mini-Trainings, Workshops und diversen Austauschmöglichkeiten. Ziel ist es, eine Verbesserungskultur in allen Bereichen der Organisation zu verankern.