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SDG 2: Für eine Welt ohne Hunger

Laut der FAO wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf bis zu 9,6 Milliarden Menschen anwachsen. Bereits heute hat jeder neunte Mensch auf der Erde nicht genug zu essen. Um jedem Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln zu verschaffen, ist es daher unerlässlich, die Ernte-Erträge zu erhöhen. Bosch hilft mit innovativen Lösungen dabei und fördert gleichzeitig die nachhaltige Landwirtschaft.

Sensorik, Software, Robotik – das sind die Entwicklungsschwerpunkte von Bosch, um die Produktion und Qualität von Lebensmitteln zu steigern sowie die Prozesse umweltverträglicher zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aktivitäten des Bosch-Start-ups Deepfield Robotics, das 2014 angetreten ist, um die Landwirtschaft zu digitalisieren. Das Stichwort: Internet der Felder und Pflanzen. So wurde 2016 der Agrarroboter BoniRob weiterentwickelt. Die Maschine lässt sich dank automatischer Bildverarbeitung und Satellitensteuerung zentimetergenau über das Feld steuern. Anstatt mit Pflanzenschutzmitteln macht der Roboter das Unkraut mechanisch unschädlich. Die Lösung Deepfield Connect kommt bereits im Erdbeer- und Spargelanbau in Deutschland zum Einsatz. Sonden erfassen in unterschiedlicher Tiefe die Temperatur und übertragen die Daten via Funk an die Bosch IoT Cloud – und anschließend auf die App des Landwirts. Je nach Temperaturverlauf kann dieser schnell reagieren und die Wachstumsbedingungen seiner Feldbestände optimieren. Die Lösung erhielt bereits die Technologie-Silbermedaille auf der Agritechnica-Messe in Hannover und den Innovationspreis auf der expoSE in Karlsruhe.

Hightech für grüne Patienten

Blattkrankheiten frühzeitig erkennen und Pflanzenschutz ressourceneffizient machen: Das steht auch im Mittelpunkt des Projektes „Marta“, das Bosch seit Herbst 2016 in Deutschland mit der Universität Hohenheim und der Firma Cubert Partner entwickelt. Marta ist die Abkürzung für Smart Spraying. Denn ist die Blattkrankheit erkannt, soll sie in Zukunft auch gleich lokal behandelt werden. Das Ziel: Pflanzen erhalten und den Einsatz von Pestiziden verringern. Bosch und Partner setzen dabei auf Spektralkameras, die die Blätter durchleuchten. Je nach Blattkrankheit reflektieren diese das Licht unterschiedlich stark. Die Forscher hoffen so, zukünftig Pflanzen individuell zu behandeln – davon profitieren Umwelt und Landwirte.

Auch in Indien macht Bosch-Technik landwirtschaftliche Prozesse ressourcenschonender. Ein Zusammenspiel aus drei Systemen ermöglicht es Farmern, ihre Felder in Echtzeit präziser zu überwachen und damit das Boden- und Wassermanagement effizienter zu gestalten: „AgriSense“ sammelt per Sensor Daten vom Feld, „Sankhya“ analysiert diese und spricht Empfehlungen aus. Und „AquaZen“ bewässert Pflanzen auf Wunsch automatisiert – exakt dann, wenn nötig. 

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Bosch China: Lebensmittel für Bedürftige 

In zahlreichen europäischen Ländern sammeln gemeinnützige Organisationen überschüssige Lebensmittel und geben diese an Bedürftige weiter. Das erfolgreiche Modell überträgt Bosch jetzt auch nach China. Das Bosch China Charity Center kooperiert mit der NGO „Shanghai Green Oasis Ecological Conservation and Communication Center“ und unterstützt seit Mitte 2016 in Shanghai die Ernährung von Bedürftigen. Im vergangenen Jahr verteilte die Hilfsorganisation 85 Tonnen Lebensmittel an 5 000 Familien.