Quality Education

SDG 4: Bildung für alle

Begrenzte Ressourcen versperren jungen Menschen den Zugang zu Schulen und Universitäten. Um dem entgegenzuwirken, verfolgt die UN das Ziel, die Anzahl der jungen Erwachsenen mit technischem Wissen und berufsrelevanten Fertigkeiten bis 2030 deutlich zu steigern. Drei Beispiele, wie Bosch den Weg in eine qualifizierte Berufstätigkeit ebnet.  

Das Instituto Robert Bosch im brasilianischen Curitiba zeigt, wie eine langfristige Kooperation zwischen Non-Profit-Organisationen, Unternehmen und lokalen Behörden aussehen kann. Seit 2004 investiert die Unternehmensstiftung in Programme, die bedürftigen Bewohnern an den vier brasilianischen Bosch-Standorten zugutekommen. Die Stiftung stellt dabei nicht nur finanzielle Mittel und personelle Ressourcen zur Verfügung, sondern koordiniert auch den Einsatz von Bosch-Mitarbeitern, die sich ehrenamtlich engagieren. Zudem entwickelt sie Ausbildungs- und Trainingsangebote, darunter Kurse in Elektrotechnik, Mathematik und Verkaufsschulungen – immer in enger Abstimmung mit den städtischen Einrichtungen. 2016 ist das Robert Bosch Institut für sein langfristiges Engagement mit dem erstmals verliehenen „SESI ODS Award“ ausgezeichnet worden. Stifterin des Preises ist der Social Service of Industry (SESI), eine landesweit tätige Non-Profit-Organisation, die sich für die Bildung und Gesundheit von Arbeitnehmern starkmacht.

 

3 200 junge Menschen 
hat das lokale Bildungsprogramm
„Peça por Peça“
des Instituto
Robert Bosch 2016 mit
 
16 Projekten 
erreicht.

Eine Mission für die Vielfalt

Langfristige Bildungspartnerschaften stehen auch im Fokus des Nachhaltigkeitsengagements von Bosch Italien. Bereits zum achten Mal rief das Unternehmen Grundschulen dazu auf, sich an der „Missione Ambiente“ zu beteiligen – einem Projekt, das den Lehrplan durch von Bosch entwickelte, didaktisch aufbereitete Materialien zur Nachhaltigkeit ergänzt. 2016 standen Vielfalt und das Miteinander verschiedener Kulturen im Fokus: Eingebunden in eine Unterrichtsreihe, erhielten teilnehmende Schulen die Aufgabe, ein Flaschen-Label zu entwickeln, das für kulturelle Vielfalt wirbt. Die drei besten Entwürfe wurden mithilfe eines kooperierenden Mineralwasserunternehmens umgesetzt, der Erlös aus den verkauften Flaschen einer gemeinnützigen Organisation gespendet. Insgesamt beteiligten sich 4 500 Schulen an dem Wettbewerb.

 

Die Macher von morgen fördern

An Studenten richtet sich die im September 2016 gestartete Initiative „Makers of Tomorrow“, die Bosch Laos gemeinsam mit der National University of Laos ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, Kreativität und praktische Fertigkeiten der angehenden Ingenieure, Architekten und Designer zu fördern. Die erste Herausforderung: Ein alter Wassertank, der seit Jahrzehnten ungenutzt auf dem Campus steht, soll im Rahmen eines kreativen Wettbewerbs eine neue Funktion erhalten. Das Siegerkonzept sieht vor, den Tank in einen offenen Lernort umzugestalten, dessen Energiekonzept auf Solarenergie und einem natürlichen Belüftungskonzept basiert. Bosch unterstützt die kreativen Teams mit fachlicher Expertise und entsprechenden Werkzeugen. Derzeit befindet sich das Gewinnerkonzept in der Umsetzungsphase. Nach der positiven Resonanz auf die gemeinsame Initiative planen die Partner, ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer „Makers of Tomorrow“-Akademie zu verfestigen. Das Trainingscenter böte Studenten die Möglichkeit, gezielt ihre praktischen Fähigkeiten auszubauen.

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Weitere Bildungsprojekte aus den Bosch-Ländern

+++++ Der Science Tunnel, eine mobile Technologieausstellung der deutschen Max-Planck-Gesellschaft, reist seit 16 Jahren um die Welt. Im September 2016 holten Bosch und andere Unternehmen die Ausstellung nach Argentinien. Mithilfe verschiedener interaktiver Module vermittelt der Tunnel, wie Technologie dazu beiträgt, Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen zu finden – vom Umgang mit knappen Ressourcen bis zur Bekämpfung von Armut, Hunger und Krankheiten. 20 000 Menschen besuchten die Ausstellung.+++++ Seit vier Jahren unterstützt der Bosch-Standort im ungarischen Hatvan die nahegelegene Szent István Grundschule. Während des diesjährigen Themen-Tags vermittelten Bosch-Mitarbeiter Technikwissen –zum Beispiel beim Bau eines Roboters aus recycelten Materialien.+++++